Service-Navigation

Suchfunktion

Warndienst Nr. 17-2018

Datum: 17.10.2018

Sehr geehrte Damen und Herren!

Es ist der Wahnsinn! Dieses dauerhaft trockene und warme Wetter. Trotz alledem laufen die gesäten Winterungen recht zügig und relativ gleichmäßig auf. Die Witterung bleibt weiterhin trocken und warm.

 

Winterraps

Die Rapsbestände erfreuen sich einer guten Entwicklung. Auch später gesäte Bestände sind jetzt im 6-Blattstadium angekommen. Der Zuflug an Schadinsekten, vor allem dem Erdfloh, hält sich in Grenzen. Der Erdfloh richtet in der Regel keinen Schaden mehr an, wenn die Blattentwicklung soweit fortgeschritten ist, dass ein Abfressen durch den Rapserdfloh nicht mehr gegeben ist. Aus den abgelegten Eiern entwickeln sich kleine Maden die sich dann in den Seitenstängeln der Blätter durchfressen. Ein wirtschaftlicher Schaden entsteht in der Regel nicht. Im Zollernalbkreis wurde in einer Gelbschale ein Schwarzer Kohltriebrüssler gefunden. Die Gelbschalen müssen, vor allem was diesen Schädling betrifft, weiterhin konsequent beobachtet werden. Der Hauptzuflug des Schwarzen Kohltriebrüsslers findet in der Regel später statt. Eine Behandlung mit einem Pyretroid sollte zum Hauptflug erfolgen. Prophylaktische Insektizidanwendungen machen keinen Sinn und fördern nur die Resistenzbildung. Die Insektizide bauen sich in diesen warmen Tagen sehr schnell ab und verlieren schnell ihre Wirkung.

 

Wintergetreide:

Einige nervenstarke Landwirte beginnen erst jetzt mit der Winterweizenaussaat. Aus heutiger Sicht die absolut richtige Entscheidung.

Für Wintergerstenbestände die noch nicht behandelt sind und jetzt erst der aufgelaufene Ackerfuchsschwanz bekämpft werden soll, sollte zu Flufenacet-Produkten noch ein blattaktives Mittel wie Axial 50 zumischen. werden. Bitte nicht in der Mittagshitze behandeln. Der Zuflug von Blattläusen ist relativ gering und somit auch das Virusübertragungsrisiko. Der Zuflug von Zikaden ist schwierig abzuschätzen und zu kontrollieren, da sie ihrem Standort nicht treu sind.

 

Düngung:

Die Sperrfrist für Gülle und Gärreste wird im Zollernalbkreis durch die Allgemeinverfügung um zwei Wochen verschoben. Somit beginnt am 15.11.2018 die Sperrfrist für die Ausbringung von Gülle und Gärrest auf Grünland und Ackerfutter. Die Sperrfrist endet am 14.02.2019 für die Aufbringung auf Grünland und Ackerfutter. Auf Ackerland darf ab 01.02.2019 wieder Gülle und Gärrest aufgebracht werden. Festmist von Huf- und Klauentieren und Komposte dürfen vom 15.12.2018 bis 15.01.2019 nicht auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden. Weitere Informationen und Merkblätter finden Sie unter www.duegnung-bw.de oder auf der Homepage des Zollernalbkreises unter www.zollernalbkreis.de/Landwirtschaft.

 

Veranstaltungshinweise:

 Besichtigung von unterschiedlichen Begrünungen

Verschiedene Begrünungsmischungen werden am Freitag, den 26.10.2018 um 16 Uhr vorgestellt. Die Begrünungen sind auf dem amtlichen Versuchsfeld in 71126 Gäufelden angelegt. Der Treffpunkt liegt zwischen Öschelbronn und Tailfingen. Das Versuchsfeld ist ausgeschildert.

 

 

Gutes Gelingen wünscht

Luise Lohrmann

 

Fußleiste